5022 km, zu land, in der luft und auf dem wasser

was eine turbolente woche vom 16. bis 22. mai 2011 und endlich mal wieder etwas, wo aufwand nutzen sich das ergebnis teilen. begonnen hat alles mit dem laden der boote in den frühen morgenstunden des 16. mai, allein auf weiter flur nur mit kaffee, guter laune und einer menge viel musik, brachten wir dies wie auch sämtliche kurzfristigen besorgungen und besuche bis 15 uhr über die bühne, sodass jana und ich planmäßig 21:30 uhr wuppertal erreichten. dort in voller panik angesicht eines vollen hängers angekommen, haben wir etwa 22:30 uhr auch das finale verladeritual für den langen und heftigen ritt der boote nach italien über die bühne gebracht (danke mario) dann noch einen kleinen nachtsnack mit`m benny und rrrrrrrrrratz.

der 17. mai begann furchtbar stressfrei, anderen beim paddeln zuschauen (das scheint wohl das geheimnis der wuppertaler zu sein...die gehen alle morgens paddeln ;-)... frühstückchen auf der autobahn, kaffee mit longdrink bis in die nacht beim tommi in potsdam und dann war es auch schon mittwoch früh 4 uhr mit abfahrt zur fliecherei. die reisegruppe "zer- schmetterling" fügte sich nun auch noch mit katrin zu einem harmonischen 5wer- pack und machte sich auf, europa zu rocken... oder besser erst mal den mietwagen, etwas zu essen, die insel, eine fähre, das hotel und so einiges noch zu finden, aber dann ging es los.

mittwoch 17:25 uhr eine erste wellenreiche (work-hard-swell)  begegnung mit dem gegenseitigen beschnuppern auf dem meer der mitte, einschließlich harten erkenntnissen, schlaf muss sein...und nichts geht, bedeutet auch = nichts geht!! dann lecker abendessen, bierchen, rum und cola brachten mehr als ständig soda. ;-)  alora hopp hopp rinn in kopp und in die falle.

am donnerstag sollte sich ein erster trend, der sich leider auch am freitag noch erhärtete, abzeichnen. wind wind fröhlicher gesell wollte nicht so recht mit uns - oder wir mit ihm? denn trotz dem vernichten aller auf der insel uns dargebotenen fressereien, zumeist nudeln pomodore bei toni, wollten weder odin, thor noch njördr uns gewünschte wind und wellen schicken, vielmehr sorgten sie für warmes wetter, urlaubsstimmung vom allerfeinsten und tiefe bestürzung bei allen anwesenden surfern... das konnte ja toll werden am renntag, morgen...aber was macht man genau in solch einer situation...rrrrrichtig, nichts! ruhig bleiben, boot streicheln moretti trinken und nüschts...

21. mai... frühstück, paddlers meeting, start vom wasser mit einer von 3 kameras überwachten "startlinie", die bei einem frühzeitigem überfahren zu einer zeitstrafe von 10 min führt...na das sind ja mal klare ansagen, die uns direkt aus der 2. reihe starten lassen sollten. aber gleich mehr...

denn neben dem total loading des höckers, wollte natürlich auch das boot und die mitstreiter abgecheckt werden, insofern lagen für alle 4 (jana, katrin, tommi und mich) noch allerhand arbeit vor uns. startzeit war für 12:30 uhr angelegt und ob man es glauben mag oder nicht, zumal die uhrzeit in italien eine rein subjektive angelegenheit zu sein scheint, wurde diesmal mit dem verweis auf zunehmendem wind aus west-nord westlichen richtungen dann auch pünktlich zum start getrommelt.

202 paddler aus etwa 15 zumeist europäischen nationen, machten sich in 160 booten, (ssk.sup,oc) auf zur startlinie. der tross setzte sich nach wirklich kurzer vorwarnzeit rel. zügig in gang, wobei es gleich zu beginn zu etlichen kenterungen kam. nach den ersten knapp 1000 m upwind begann die eigentliche umrundung der insel (siehe auch bilder) nun konnten sich alle auf ein etwa 7-8 km langes, durchweg von rückenwind und leichten wellen durchzogenes, mini down freuen. unterstützt wurde dieser streckenabschnitt auch von einem begleitboot, der es ermöglichte, die ein o. andere welle zu erhaschen. dies brauchten wir auch, denn der start saß tief und forderte volle kompensation...trinken...

hier surften wir nun mehr oder weniger im vorderfeld um die beste ausgangsposition für den 2.rennteil, dem upwind . dieser kam jedoch zuvor von der seite, dann von vorne, wieder von der seite...einfach aus allen ungünstigen richtungen für alle paddler. marton vorne weg, tommi, sylvain, larry, jimmy....katrin, sandra, jana...und so wurde es dann für alle eine willkommene erfrischung dem gegenwind direkt ins gesicht zu schauen, denn 30 grad und 180er puls passen nicht wirklich über 2 stunden gut zusammen (das gegenteil bewies jana). 

zähe paddelschläge, immer wieder in die sich bietenden buchten, einen oc 2 und dann kommt der jimmy von hinten, ruft "come on lars, lets rock together and get sylvain"... okay, gesagt getan. hinten dran und los...schlag um schlag fuhren wir die 20 m, die sich wie 2000m anfühlten zu und konnten sylvain einholen. jimmy wollte mehr, machte weiterhin druck und visierte die spitze an. tommi hatte sich in der zwischenzeit erfolgreich aufgemacht marton einzuholen, und die welle eines voranfahrenden oc2 zu nutzen, hatte er einen brüller vernommen?? ;-) dieses schier nicht enden wollende gegenwindstück konnte auch die italienerin sandra nutzen, um sich mit einem vorausfahrenden schweizer oc1 paddler, von unseren beiden deutschen hoffnungen zu entfernen und einen knapp 1minütigen vorsprung bis ins ziel fahren.als zweite dahinter, aber europameisterin in ihrer wertungsklasse wurde katrin und mit pers. bestleistung und prima rennen konnte sich unsere dschana DREW den vize-titel erkämpfen.

bei den männern ging es nur noch um platz 1 und 2, denn nach dem marschieren vom jim im upwind, macht ich das einzig richtige und schloss einen packt, der sich im ziel erfüllen sollte... tommi oder marton, beide von ihrer individuellen klasse geprägt und physisch fit, machte marton einen letzten versuch davonzufahren, allerdings 2 km zu früh und ohne erfolg. tommi konnte das tempo problemlos halten und dann sogar im down seine linie finden und mit einem sicheren vorsprung das ding nach hause fahren, ganz großes kino!!!und glückwunsch dazu, dem verdienten sieg, sowie marton zu platz 2.kräftesparend dank dem "windschatten" konnte ich den letzten 2 km down noch einmal breitgrinsend geniessen und durfte dann im ziel zu meinem wort stehen und zusammen mit jim foti - der hawaiianischen paddellegende, durch` s ziel paddeln.

allen athleten und vor allem den über 30 deutschen senden wir hiermit allergrößten respekt, gratulation für die individuellen plätze und dank für die tolle zeit auf giglio! besonderer dank gilt hierbei der moralischen unterstützung der daheimgebliebenen, so wie ulli, die im ziel mit der schönsten erfrischung der welt auf uns gewartet hat, guido für den shuttel die übernachtung und tatkräftige unterstützung vor ort, und roberto für ein abermals schönes rennen.

(wobei wir dem allwave team eine neue uhr stiften sollten... ;-)))

mahalo und.... alora

larry 

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