ein jahr nun ist es bereits her, dass sich ein rostocker jung aufmachte, die weite weite welt im oc1 zu entdecken. ein jahr später, ist es bereits ein gespann. jana und ich machten sich am dienstag vergangener woche auf, die toscana für uns zu entdecken.

der erste trainingstag des kanukurses von jim foti begann mit einem paukenschlag: sonne – 30 ° C, windstärke 3 – 4 und jeder menge neuankömmlingen, die alle zugleich paddeln wollten. unmittelbar nach dem frühstück tummelten auch wir uns auf dem wasser und fuhren voller erwartungen auf die ersten großen wellen auf das 19 ° warme mittelmeer.

wellen sollten doch erst mal auf sich warten lassen, vorab musste das gegenwindstück gemeistert werden, bei dem es einem der wind schon sehr schwierig machte, eine ordentliche linie zu fahren, dann bei dem so genannten „downwind“-stück konnte man das grinsen nicht mehr aus dem gesicht bekommen und wir juchzten um die wette!!! am nachmittag nahm der wind dann merklich zu, sodass es nunmehr windstärken um die 4 + waren, auflandig und somit zu einem mächtigen wellenberg aufbauend. diese wellen machten es einem schon beim einstig vom strand aus schon sichtlich schwer, aber nach mehrfachen duschen klappte es schließlich doch auf das tosende meer zu kommen.  

leider musste ich feststellen, dass der SCORPIUS diese anspruchsvollen bedingungen nicht so gut überstanden hat. das aus noch vor dem start!? nach begutachtung durch die bootsbauer der allwave-truppe wurde mein boot für das rennen ausgeschlossen – SCHEI…E – aber sie versuchten sofort mit einem ORACLE für „gleichwertigen“ ersatz zu sorgen.  

der renntag begann sehr harmonisch mit einem langen frühstück, dem einrichten der boote und seiner verpflegung, dem begrüßen weiterer sportler und vielen legenden, feintuning und und und….da bekam ich eine stunde vor „anpfiff“ und dem le-mans-start, einen schicken GALEA. um etwa 12.30 Uhr standen gut 100 boote verteilt am strand und setzten sich in bewegung. vom start weg konnten wir beide sehr gut an der jeweiligen spitze dran bleiben und eine eigene linie finden. jana teilte sich ihre kräfte bis zuletzt sehr ordentlich ein, sodass es ihr auch noch gelang, einige männliche paddler hinter sich zu lassen. sie konnte auf dem etwa 8 km langen downwind-stück, das in den tagen zuvor trainierte, sehr gut anwenden und hier und da einen mächtigen satz machen, anders als ich…der ich das geborgte boot zum ersten mal fuhr und auch sämtliche tipps im vorfeld zur einstellung verkannte. ich musste schon nach etwa 10 km feststellen, dass es eine harte aufgabe und feuchte angelegenheit sein würde. durch einen fahrfehler verlor ich den 2. platz und hätte auch noch mehr plätze einbüßen müssen, wenn sylvain nicht das boot aufgehalten hätte…danke dafür nochmals! auf einem 5. platz mit viel wut im bauch und feuchtigkeit im gesicht begann die aufholjagd, die sich bei kilometer 16 dann vollends erledigt hatte, nachdem ein 2. flip und damit sämtliche hoffnungen auf erfolg schwanden. 

nach 22,5 km kam ich als 3. oc1 paddler und jana als 2. paddlerin in der altersklasse u-40 ins ziel. in der gesamtwertung hatten die sportler der ü-40-altersklasse jedoch deutlich die nase vorn. bei den männern joel bardini (53, frankreich) und bei den frauen sandra steraij (46, italien). unseren respekt für eure tolle leistung! bei den frauen u-40 gewann nicole maschwitz aus deutschland. den dritten platz erkämpfte sich tina tinggaard nielsen (dänemark). bei den u-40 herren setzte sich benny paries (deutschland) im finisch gegen den franzosen sylvain mercandalli durch. zu erwähnen sei noch die leistung von zwei weiteren rostockern, in der kategorie oc2 u-40 weiblich erpaddelten antje stuhr und annett glitza den 2. platz.

auf der anschließenden party wurde nicht nur den siegern und platzierten gratuliert, als vielmehr auch richtig schön gefeiert. an dieser stelle auch ein lob an roberto und seine crew für diese sehr schöne veranstaltung. danke rolf – für die GALEANISCHE rettung und ein ganz besonderer dank geht an kaddi + margitta, dass sie mit dabei gewesen waren. :-*

lars

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